Theater am Kurfürstendamm und Komödie starten Petition zur Rettung der Kudamm-Bühnen

Theaterchef Woelffer: „Jetzt geht es um Leben und Tod.“

Berlin, 9. Mai 2016 – „Die Zeit ist reif für eine neue Kampagne zum Erhalt von Theater am Kurfürstendamm und Komödie“, ist sich Martin Woelffer sicher. „Unzählige Menschen haben mich und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Wochen angesprochen und ihre Unterstützung angeboten“, erzählt der Theaterchef. „Schon einmal gab es eine Unterschriftenaktion – vor 10 Jahren – damals haben 200.000 Menschen für die Rettung von Theater am Kurfürstendamm und Komödie unterschrieben. Bestimmt können wir diesmal noch mehr Menschen für unsere Sache mobilisieren. Es geht um Leben und Tod der Theater und der Institution.“

Die Unterschriften werden über eine Online-Kampagne von Change.org, aber natürlich auch über Unterschriftenlisten in den Theatern gesammelt. Auf der Homepage www.komoedie-berlin.de gibt es Unterschriftenlisten zum Downloaden. In den nächsten Tagen werden Listen an Geschäftspartner und alle, die angefragt haben, verschickt. Wir sind uns sicher, dass sowohl Berliner als auch viele Nicht-Berliner unsere Petition unterstützen werden“, ist Martin Woelffer überzeugt.

Der Appell
Die Unterschriftenaktion richtet sich an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und Kultursenator, Michael Müller. Der Appell hat folgenden Wortlaut:

Kudamm-Bühnen retten!
Wir fordern den Erhalt der traditionsreichen Bühnen am Kurfürstendamm

Seit über 10 Jahren kämpft der Theaterdirektor Martin Woelffer bereits um den Erhalt von Theater am Kurfürstendamm und Komödie.

Nun droht erneut ein Investor damit, beide Theater abzureißen, und plant, ein Kellertheater zu bauen. Ob Martin Woelffer, der das Haus in dritter Generation führt, der Betreiber sein soll, lässt der Investor offen.

Vor kurzem fasste der Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses folgenden Beschluss: „Der Senat wird aufgefordert zu prüfen, wie ein Abriss der traditionellen Bühnen am Kurfürstendamm verhindert werden kann. In dieser Prüfung sind auch die Aspekte der Stadtentwicklung, der Bauplanung und ggf. des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Des Weiteren wird der Senat aufgefordert zu prüfen, welche finanziellen Mittel für eine Ausweichspielstätte während der Bauarbeiten und für den zukünftigen Theaterbetrieb nach dem Umbau des Kudamm-Karrees erforderlich sind.“

Wir appellieren an Sie, nicht nur zu prüfen, sondern zu beschließen, die Zukunft der Boulevardbühnen langfristig zu sichern, denn an diesen beiden von Max Reinhardt gegründeten und von der Familie Woelffer seit mehr als 60 Jahren geführten Häuser wurde ein Stück Berliner Theatergeschichte geschrieben.

Martin Woelffer hat den Anspruch, modernes, großstädtisches Unterhaltungstheater zu machen, eingelöst. Jedes Jahr sind die Bühnen mit 200.000 Besuchern die beliebtesten Sprechtheater der Stadt.
Auf eine sichere Zukunft für die beiden Theater, sein Team und die zahlreichen Kreativen, die an den Bühnen eine künstlerische Heimat gefunden haben, wartet er noch.
Sie, Herr Müller, können das ändern.

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